Antifragilität II

Ich bin nach wie vor bei der Lektüre.  Einem Connaiseur der Systemtheorie im Kontext von Sozialer Arbeit können viele Motive im gleichnamigen Büchlein durchaus bekannt vorkommen: ungeplante Nebenfolgen des Handelns, Nichtwissen als Ressource, Emergenz (um nur einige zu nennen).

Was mich dabei jedoch besonders fasziniert, ist der Umstand, dass ein Wirtschaftsfachmann und ehemaliger Trader an der Wall Street sich für derlei Motive ausspricht und quasi im Rundumschlag einige radikale Umdeutungen zu allseits anerkannten Grundannahmen vornimmt: Mir gefällt dabei der Gedanke besonders, dass Evolution sich nicht anhand von Plänen, Konzepten und Zielvorgaben orientiert, sondern „wild“ und zufällig nach Versuch und Irrtum. Es gehe darum, bewusst blind für die Zukunft zu agieren und Prognosen äußerst skeptisch zu begegnen, weil diese immer aufgrund der Daten der Vergangenheit erstellt werden.

Für eine abschließende Rezension des Buches von Nicholas Taleb ist es noch zu früh. Ich werde dran bleiben.

 

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